Als Azubi bei Rock in Rio

PRG Azubis Veranstaltungstechnik bei Rock in Rio Lissabon 800x200px
31.05.2016 Interview Event Elevator
Übersicht

PRG XL Video ist auch in diesem Jahr für die Lichttechnik und das Rigging bei Rock in Rio Lisbon zuständig. Das Festival feiert dieses Jahr seinen 30. Geburtstag und verwandelt den Bela Vista Park von Lissabon an zwei aufeinander folgenden Wochenenden in ein buntes Spektakel für Musikfans. Die PRG-Crew reiste mit knapp 13 technischen Mitarbeitern an, unter ihnen drei Auszubildende von PRG aus Hamburg.

Die Azubis Julian und Lars, beide im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik, haben ein paar Fragen über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen beim Rock in Rio Festival beantwortet.

Was macht ihr hier bei bei Rock in Rio in Lissabon?

Julian: Wir sind Teil der Licht-Crew von PRG. PRG kümmert sich um die Lichttechnik und das Rigging der Main Stage und zehn weiterer Locations auf dem Festivalgelände.

Lars: Wir sind insgesamt drei Azubis, die vom Aufbau bis zum Abbau hier in Lissabon mit dabei sind. Wir sind also mehr als zwei Wochen hier und erleben wirklich das komplette Festival mit.

Was ist die Besonderheit für euch als Azubis, bei Rock in Rio mit dabei zu sein?


Julian: Rock in Rio ist definitiv ein Highlight der Ausbildung. Zum einen, weil es im Ausland ist, was natürlich immer etwas Besonderes ist und zum anderen, weil wir eine verhältnismäßig kleine Anzahl an Azubis für eine Veranstaltung dieser Größe sind. Ich persönlich empfinde das als Vorteil, da ich das Ganze dann intensiver mitkriege und ganz anders eingebunden bin.

Lars: Für mich ist das Festival eine der größten Veranstaltungen, die ich bis jetzt gemacht habe. Die Bühnengröße ist auf jeden Fall etwas Besonderes, alleine schon aufgrund der Lampenanzahl und des Aufwands in Hinsicht auf Material und Logistik.

Besonders ist auch, dass wir das Material für weltbekannte Bands, wie zum Beispiel Queen + Adam Lambert oder Bruce Springsteen, vorbereiten. Dann kommt natürlich dazu, dass wir hier im Ausland und mit anderen Kulturen zusammenarbeiten. Wir müssen uns hier viel auf Englisch verständigen.

Was sind eure Aufgaben bei Rock in Rio?


Julian: Wir machen eigentlich alles, was ansteht. Da wir von Anfang an dabei sind, kriegen wir einen realistischen Ablauf von Beginn an mit. Wir sind vom Auspacken der Lampen, über das Verkabeln und Aufhängen, bis hin zum regensicher machen und Testen mit dabei. Wir Azubis haben uns zum Beispiel eigenständig um die Delay-Tower gekümmert. Es war unsere Verantwortung, dass alles im festgelegten Zeitrahmen funktionstüchtig ist. Wir haben alles angebracht, selbstständig mit dem Operator zusammengearbeitet und getestet, es regenfest gemacht und dann an unseren technischen Ansprechpartner übergeben. Natürlich wird unsere Arbeit dann noch vom Light Department Chief überprüft.

Lars: Neben unseren eigenständigen Projekten habe ich verstärkt im Dimmer-Team mitgearbeitet und geholfen, das System aufzubauen; also für Stromversorgung und Signalverteilung unter der Bühne zu sorgen. Wir müssen sicherstellen, dass genügend Anschlüsse an den richtigen Positionen vorhanden sind, damit beim Eintreffen der Bands alles bereitsteht und wir auch für Eventualitäten vorbereitet sind.

Was sind die technischen Eigenheiten, denen ihr bei Rock in Rio begegnet seid?

Julian: Die Main Stage bei so einem großen Festival ist schon etwas Besonders. Alleine die Anzahl der Bands und der schnelle Wechsel, die auch Änderungen bei der Lichttechnik bedeuten, sind sehr spannend für uns.

Das Grundkonzept für die Lichttechnik steht zwar schon, aber die Bands bringen teilweise ihr eigenes Equipment mit oder haben spezielle Anforderungen. Einige der Bands sind gerade auf Tour und wollen ihre Show hier integrieren; für solche Anforderungen bereiten wir alles vor und stellen sicher, dass in den kurzen Setup-Zeiten alles reibungslos läuft.

Lars: Für eine der Bands benötigen wir zum Beispiel rechts und links jeweils drei zusätzliche Moving Lights. Diese müssen wir stellen, testen, verkabeln und dann auch so präparieren, dass wir sie nach dem Auftritt zügig wieder abbauen können. Diese vielen Änderungen machen das Festival für uns Azubis sehr interessant, da wir durchgehend Aufgaben haben und wirklich gebraucht werden.

Bei einem Outdoor-Festival muss man natürlich auch das Wetter im Auge behalten und dafür sorgen, dass alles wetterfest ist. Bei einer Indoor-Veranstaltung liegt das Augenmerk auf anderen Dingen.

Hättet ihr das Festival auch im ersten Lehrjahr unterstützen können?

Julian: Wenn ich mich an meinen Wissensstand vom ersten Lehrjahr zurückerinnere, dann hätte ich Rock in Rio nicht so sinnvoll für mich nutzen und gute Arbeit leisten können. Man benötigt hier schon ein gewisses Grundwissen, um zügig und eigenständig mitarbeiten zu können. Natürlich brauchen wir länger, da wir auch ausprobieren und Lösungen finden müssen, aber wir haben schon Vieles gelernt, dass wir uns hier zunutze machen können.

Wieso habt ihr euch für die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik entschieden?

Julian: Ein generelles Interesse hatte ich mehr oder weniger schon immer. Als dann unsere Schulaula mit neuer Technik ausgestattet wurde, habe ich mich freiwillig gemeldet, diese zu betreuen. Meine Aufgabe war, in Absprache mit Lehrern und Schülern, Theaterstücke technisch zu begleiten. Das hat mir viel Spaß gemacht und ich habe dann weitere Praktika beim NDR und im Theater gemacht bevor ich mich für die Ausbildung entscheiden habe.

Lars: Auch bei mir war das Interesse bereits vorhanden. Ich habe in der Schule die Technik für die Theater AG gemacht und daran viel Spaß gehabt. Anfangs hatte ich zwar wenig Ahnung, bin dann aber Stück für Stück vom Licht für die Theater AG zum Ton bei Schulkonzerten gekommen. Da habe ich festgestellt, dass ich das auch gerne in einem professionellen Rahmen machen würde.

Warum habt ihr euch für PRG als Ausbildungsunternehmen entschieden?

Julian: Ich hatte PRG komischerweise gar nicht auf dem Schirm und habe mich bei vielen anderen Firmen, auch sehr viel kleineren Firmen, beworben. Auf PRG wurde ich dann von einem Familienfreund aufmerksam gemacht, der bereits mit PRG zu tun hatte. Als ich mir die Website angeguckt habe, hatte ich mich gewundert, dass ich von so einer großen Firma nichts wusste. Ehrlich gesagt hatte ich gar nicht erwartet, dass es klappen würde. Ich wurde dann aber recht schnell zum Assessment Center eingeladen und habe dann die Zusage erhalten.

Für mich ist der größte Vorteil, dass PRG alle Gewerke unter einem Dach hat. Als Azubi lernen wir dadurch alle Bereiche der Veranstaltungstechnik schon während der Ausbildung kennen.

Lars: Ich kannte bereits jemanden, der seine Ausbildung bei PRG gemacht hat und habe im Vornherein schon viel Positives gehört. PRG legt großen Wert auf gute Noten, was dazu führt, dass Azubis regelmäßig als Beste abschließen. Das ist zwar nicht immer leicht, wird mir aber in der Zukunft helfen. Auch ausschlaggebend waren für mich bei der Unternehmenswahl die unterschiedlichen Arten von Veranstaltungen, für die PRG arbeitet.

Bei welchen Veranstaltungen habt ihr während eurer Ausbildung schon gearbeitet?

Julian: Da PRG viele verschiedene Bereiche abdeckt, habe ich als Azubis bereits bei Automessen in Genf und Paris, auf Festivals aber auch bei lokalen Events gearbeitet.

Lars: Ich war zum Beispiel bei der Prolight+Sound in Frankfurt in einer Assistenzrolle mit dabei. Zudem habe ich bei Show-Events, Festivals oder auch Golfturnieren mitgearbeitet. 

(Mit freundlicher Genehmigung übernommen von Event Elevator - www.eventelevator.de)

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